Fragen über Fragen und doch alles Wirr..

Ich fange immer wieder an hier einen Beitrag zu schreiben und lösche ihn wieder...

so geht das seit Wochen. 

 

Am liebsten würde ich mich ins Bett in die Arme von meinem Freund kuscheln, ihn ganz fest halten und einfach dort bleiben, denn in seinen Armen ist die Welt am wenigsten schlimm. 

Ich habe so viel in meinem Kopf was mich beschäftigt, so vieles was ich umsetzen und mit euch teilen möchte und irgendwie entsteht daraus nur eine wirre Masse die völlig aus dem Zusammenhang, auf den ich eigentlich aus war, gerissen wird. 

 

Mir schwirrt so vieles durch den Kopf, so viele Blogansätze und ich weiß beim besten Willen nicht, wo ich anfangen soll.

 

Auch habe ich permanent einen Beitrag über meine Kooperation mit Tiershop.de angefangen, aber irgendwie machen mich die Texte nie zufrieden. :(
Soll ich über meine Kindheit und mein groß werden mit Borderline schreiben? 
Über meine Erfahrungen in einer Tagesklinik? 
Über mein reiterliches Vorhaben? 
Über meine so schwer verletzte Seele? 
Über postivie Dinge, die in letzter Zeit statt gefunden haben ? 

Oder über die Tatsache, dass in letzter Zeit immer wieder meine Vergangenheit einen Streich in meinem Kopf spielt?
Wo fange ich an? 

 

Momentan geht es bei mir drunter und drüber im Kopf. Ich bin einfach nicht zufrieden, fühle mich einfach nicht "erfüllt". 

Ich kann euch nicht sagen, ob es an den vielen Ereignissen in letzter Zeit liegt.
Die Tatsache, dass ich von "Freunden" seelisch schwer verletzt wurde, nagt sehr an mir.

Der Reitunfall den ich hatte und mit dessen Folgen ich heute noch kämpfe, lässt mich noch unentspannter werden und tausend Gedanken, ob mit mir etwas nicht stimmt und eigentlich zu wissen, dass ja offensichtlich etwas nicht mit mir stimmt, macht es nicht besser. 

Auch dass ich mich nach meinem Unfall nicht einmal, eine Woche richtig erholen konnte, macht das ganze noch schwieriger. Seit Montag plagen mich wieder unendliche Kopfschmerzen, die eigentlich so gut wie weg waren. Ich fühle mich benommen und bin völlig erschöpft, doch versuche mir nichts anmerken zu lassen um meinem Papa nicht zur Last zu fallen. 
So ist das nun mal, wenn man in einem Familienbetrieb arbeitet... 

 

Ich denke in letzter Zeit wieder viel zu viel nach. 

Warum ich angeblichen Freunden vertrauen schenke, ihnen helfe, meine Welt offen lege, damit sie dann hinter meinem Rücken schlecht über mich reden, Lügen verbreiten oder schlimmeres. 
Ich bin so schwer enttäuscht und verstehe nicht, wieso mir das immer wieder passiert. 
Immer wieder gebe ich so viel und bekomme einen Tritt in den Hintern nach dem nächsten.

Damit möchte ich nicht sagen, dass ich perfekt bin, auch ich habe meine Ecken und Kanten, aber eines kann meinen Freunden gewiss sein - ich rede nie hinter dem Rücken und auch nie schlecht. 


Früher gehörte ich vielleicht auch dazu, habe mich schnell zu Lästereien beeinflussen lassen, aber das ist viele Jahre her. Man lernt aus Fehlern und manche ändern sich, andere eben nicht und leben so falsch wie sie sind weiter ohne je die Schuld zuzugeben und immer mit dem Versuch sich die Weste rein zu waschen, indem sie die Betroffenen ins schlechte Licht rücken, obwohl sie es selbst sind. 

 

Und dennoch bin ich immer nett zu diesen Menschen und stelle mir die Frage, wieso ich das überhaupt bin. Wieso ich überhaupt immer wieder Menschen vertraue und immer wieder versuche Freunde zu finden und mein Herz auf den Händen trage. 

 

Ihr merkt, dieses Thema nagt sehr an mir. 

 

Mir fehlt der Sommer. 
Für mich ist der Winter die schrecklichste Jahreszeit, nicht nur weil es kalt, dunkel, nass und grau ist, sondern weil meine Erscheinungen vom Borderline zu dieser Zeit am schwersten sind.

Ich denke durch meine Erkrankung ja eh schon viel mehr nach, als normale Menschen und mein Kopf schaltet nie richtig ab, aber im Winter ist es wie eine Gedankenüberflutung. 
Viele nennen es so schön Winterdepression, doch für mich fühlt es sich weitaus schlimmer an. 
Vor allem im Winter fühle ich mich unwohl mit mir selbst, bin unzufriedener, nachdenklicher, schnell gereizt und fühle mich vor allem in der Kleidung nicht wohl. 
Ich hasse Kälte und ich bin ein Mensch, der es nicht leiden kann Hosen zu tragen weshalb ich im Sommer zu 90% in Kleidern rum renne. Ich fühle mich wie eine dick eingepackte Zwiebel, die sich kaum bewegen kann und friere dennoch, kaum auszuhalten. 

Die Sonnenstrahlen darf ich aus meinem Bürofenster begutachten und wenn Feierabend ist, ist es duster und am Wochenende regnet es meist oder ist bewölkt Hallelulja ! 

Ihr merkt - Winter ist nicht mein bester Freund. 

 

Momentan fühle ich mich extrem gereizt. Ich rege mich sehr schnell auf, bin ziemlich schnell wütend und genervt, aber das alles versuche ich mit mir selbst auszumachen und sitze nach Außen hin immer lächelnd da und versuche mir nichts anmerken zu lassen. Ein schwieriger Kampf. 
Ich könnte schreien, alles um mich werfen, weil auch gerade im Winter meine Vergangenheit mich gerne einholt. Ich denke über Dinge nach die passiert sind und wo ich dachte sie seien längst überwunden, überfällt es mich wie eine Flut und ich empfinde heftige Schmerzen in meinem Herz und meiner Seele. Und auch da rede ich wieder nicht, um meine Freunde nicht zu nerven, meinen Freund nicht zu belasten und den Schein zu waren. Den Schein der Normalität. 

Was würde ich dafür geben, wenn mein Freund mich packen würde und sagen würde "Komm Schatz wir fliegen für eine Woche einfach mal weg". 

 

Mir fehlt das Meer und das Geräusch davon. Das beruhigende Geräusch von Wellen, warme Sonnenstrahlen auf meiner Haut, Sand zwischen den Zehen und einfach mal nicht in seinem alltäglichen Umfeld zu sein. 

 

Es nervt mich, mich nicht auf Dusty schwingen zu können und einfach ins Gelände zu reiten um die Welt zu vergessen. Das kann ich nur auf ihm, doch dafür gibt es dann nur einen Tag am Wochenende bei dem ich Glück haben muss, dass es nicht regnet. 

 

Es bedrückt mich, dass wir einfach kein passendes Grundstück oder Haus finden. Das es nicht voran geht und kein Fortschritt in meinem Leben passiert, dieser Stillstand ist unerträglich. 

 

So vieles was mich wie ihr merkt nervt oder belastet. Für viele mögen die Probleme einfach sinnlose Problemchen sein, doch mich belasten sie. Es ist so viel mehr was in meinem Kopf schwirrt, aber das würde den Rahmen für heute sprengen und ausserdem - habe ich Kopfschmerzen. 

Jetzt ist erst einmal ein bisschen Gedankenluft raus und wie ihr ja wisst, nutze ich meinen Blog und Instagram als Tagebuch. 

Lasst mir doch ein Feedback da, berichtet mir wie es euch geht, vor allem im Winter und wie ihr euch fühlt. 

 

Eure Zarina ♥

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Kommentare: 1
  • #1

    Lisa (Mittwoch, 06 Februar 2019 12:16)

    Vielleicht gibst du einfach zu viel von deinen Gefühlen und Gedanken preis. Machst dich noch angreifbarer! Ich leide selbst an dieser Krankheit, denke und denke �kann nicht aufhören damit. Meine Eltern wollten mich schonen ,meine Mama war der Meinung mir nicht zu erzählen, das ihre Ehe nach 30 Jahren am Ende war. , mein Vater sich neu verliebt hatte. Ich verstand die Welt nicht mehr! Freunde stellten sich als keine da. Aber trotzdem bin ich weiter gegangen,mit meinem Freund . Du solltest dich nicht ändern, sondern weiter machen, wenn dir insta dabei hilft , bau dir ein Schutzschild und versuche zu lächeln , das trifft alle am ehesten �‍♀️