Dabei kann schlafen doch so schön sein...

Dabei kann schlafen doch so schön sein oder nicht ?!

 

Ich bin einer der Menschen, die es lieben zu schlafen. Aber mal ganz ehrlich...wer liebt es nicht? 

 

Schon von klein auf gehöre ich zu den Menschen die träumen und ich kann mich auch zu 98% immer an meine Träume erinnern. 
Damals sagte meine Mutter schon, dass ich eine rege Phantasie habe und das war / ist auch so. 
Ich hatte nie Probleme damit mich mit mir selbst zu beschäftigen. Sei es singend zu puzzeln, mit meinen Barbies eine eigene Welt zu erschaffen oder beim Playmobil Geschichten auszudenken. Mit 10 fing ich an, in Bücher Geschichten zu schreiben, malte sehr viel und hatte eine enorme Vorstellungskraft. Eigentlich Schade, dass ich diese Eigenschaften nie beruflich genutzt habe, aber jetzt lasse ich ihnen hier freien Lauf. 

 

Wieso ich das vorab alles schreibe? 
Weil es ein Teil dessen ist, wieso ich anscheinend oft Alpträume habe, wieso Ängste und Panikattacken mich verfolgen und wieso ich nicht vergessen kann..

 

Wie sagte mein Therapeut in der Klinik so schön !?
"Zarina einer Ihrer Probleme durch Ihre Krankheit ist, Sie denken zu viel."

Einer meiner vermutlich negativsten Eigenschaften meiner Psyche und meine verschriebenen Tabletten, die meine Denkkraft einschränken und verlangsamen für die Nacht, liegen seit einem Jahr ungenutzt im Schrank. 
Ja, ich könnte sie nehmen, würde schlummern wie ein Baby, nicht mehr zu viel nachdenken und wäre am darauffolgenden Tag so im Eimer, dass ich nichts mehr auf die Reihe bekommen würde. 

Wenn ich die Tabletten nehme, rede ich langsamer, denke langsamer und nur das nötigste und reagiere langsamer. Was auch meinen Freund dazu veranlasst hat mir zu sagen:

"Die nimmst du nicht mehr !"

 

Manchmal hasse ich es. 
Wie sagt man so schön ? Im Schlaf verarbeitet das Hirn erlebte Dinge, Probleme, Wünsche und und und. 
Doch bei mir? 

Mein Hirn verarbeitet seit Jahren ein und das selbe. 
Wie viele von euch wissen waren die letzten drei ein halb Jahre sehr hart. Es sind Dinge passiert, die ich bis heute nicht richtig verarbeiten kann, über die ich nicht hinweg komme.

Die ich nicht verstehen kann und will und Szenarien, in denen ich so gern anders gehandelt und entschieden hätte. 
Diese Dinge verfolgen mich im Traum. Die Angst, dass es wieder passieren könnte, ich dass selbe noch einmal durch machen muss, lässt mich nicht in ruhe.

Manchmal wache ich weinend auf, manchmal sitze ich im Auto, fahre an Orten vorbei und fühle mich wie gelähmt. Und nachts, durchspielt mein Hirn alles immer und immer wieder. Jeden Schmerz den ich mal fühlen musste, Situationen die im Traum anders abgespielt werden, in denen ich schreiend da stehe, mir an den Haaren ziehe und verzweifelt schreie WARUM?! Warum tut ihr mir das an?! 

Heute noch würde ich am liebsten gewisse Personen schütteln und anschreien "und du dachtest du bist das Opfer? Das warst du NIE !"

Doch nichts davon ändert etwas.

Zugefügten Schmerz wird und kann man nie vergessen Leute, er wird vielleicht schwächer, tut weniger weh, aber ein Stich wird es immer bleiben. 

 

Wenn das mal alles wäre. 
Und jetzt kommt vermutlich der lachhafteste Teil für manche, in denen einige denken werden: 
Okay sie ist wirklich irre. 
In denen sich Gruppen spalten werden und mir vielleicht sogar einige entfolgen werden. Ein Thema, über das bis jetzt nur Freunde und Familie bescheid wussten und ich selbst dort regelmäßig belächelt werde ABER auch sehr viel Zuspruch habe. 
Ich glaube an sie, über die so viele lachen, über die so viele Horrorfilme gedreht werden. 
Dämonen. 
Und irgendwie muss ich selbst ein bisschen schmunzeln, einfach weil ich mich nie getraut habe es nieder zu schreiben. 
Ich habe so einiges erlebt in meinem kurzen Leben, was mir den Grund für meine Panikattacken liefert. 
Als ich klein war, hatte ich nie angst vor der Dunkelheit. 
Ich gehörte zu den Menschen, die nachts in ihrem Bett saßen und fröhlich durchs Zimmer schauten, im dunkeln durch die Wohnung liefen und an nichts schlimmes dachten. 
Das hat sich vor 10 Jahren geändert und seitdem bekomme ich schon Panikattacken wenn jemand aus Spaß, dass Licht auf der Toilette ausknipst um mich zu ärgern. 
Ich bekomme Herzrasen, panische Angst und muss schreien. Wenn im Hauptflur das Licht ausgeht, erstarre ich und weiß ich was ich tun soll.

 

Und so war es auch vor einigen Tagen, allerdings für mich absolut grundlos. 
Den letzten Horrorfilm habe ich vor zwei Jahren gesehen und verfluche meinen Freund und seine Freunde heut noch, dass sie mich dazu überredet haben. "Conjouring 2", hätte ich gewusst was für ein Ausmaß dieser Film bei mir haben würde, ich hätte ihn nie geschaut.

So war ich also, wie jeden Tag, zuhause. Schaute entspannt einen wirklich schönen und traurigen Film, der so spannend war, dass ich wie angewurzelt auf dem Sofa saß. 
Als er zu Ende war ging es also ab ins Bad OHNE, dass ich irgendeinen schlechten Gedanken hatte.

Ich schrieb noch fröhlich mit meinem Freund über den Film und wir lachten. 
Beim Haare waschen fing es auf einmal an, ich musste die ganze Zeit auf unsere Glastür starren, hatte das Gefühl da könnte jeden Moment jemand stehen und versuchte mich zu beruhigen.

Beim Zähneputzen war dann der finale Startschuss meines Hirns, ich stand da so vorm Spiegel, schaute mir beim Zähneputzen zu, dachte an den Film und auf einmal überkam mich solch eine Panik, dass ich innerlich schrie und fast hätte ich auch laut los geschrien. Mich bekam solch eine Angst, ein solch schreckliches Gefühl jemand würde mich beobachten, dass ich kurz davor war mich anzuziehen und auf die Arbeit meines Freundes zu fahren. 
Ich mache überall das Licht an, weinte und meckerte laut vor mich hin "Warum ist mein Hirn so?!"

 

Genau. Warum ist mein Hirn so ? 
Warum muss so etwas grundlos passieren ?
Warum muss ich eine Woche lang jede Nacht von irgendwelchen Fratzen, dunklen Gestalten etc träumen die mich verfolgen ? 
Warum kann meine eh schon geschundene Seele keine Ruhe finden ? 

Ich weiß es nicht Leute... sonst kommen diese Panikattacken aus Träumen heraus. Oder wenn ich abends im Bett liege, aber da war das "schlimmste" ein Unwohl fühlen. Doch SOLCH EINE Panikattacke, hatte ich tatsächlich noch nie. 
Schlafen? Undenkbar.

 

Dabei kann schlafen doch so schön sein....

 

Gibt es welche unter euch denen es ähnlich geht? 
Oder die vielleicht auch an das Thema "Übernatürliches" glauben? 

Lasst es mich wissen !

 

 

 

 

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Kommentare: 4
  • #1

    tiinaanii (Samstag, 24 November 2018 12:52)

    Hey Zarina, ich liebe Deine Beiträge deshalb, weil sie mich wiederspiegeln ... Du verzichtest auf die Tabletten, ich habe mir angewöhnt, sie zu nehmen, da ich es über die Jahre hinweg nicht geschafft habe, ohne ad über klarzukommen, andernfalls hätte ich mir den Kopf an der Wand kaputt geschlagen oder wäre mit dem Auto vor 'ne Mauer gefahren ... verstärkt wurden meine Attacken durch meinen Glauben an das Übernatürliche ... Ohne Tabletten sehe ich hinter jedem Vorhang, hinter jedem Schatten eine übernatürliche Wesenheit ... daher meine absolute Hochachtung, dass Du es aussprichst ... meine Familie hat gelernt, damit umzugehen, aber von vielen anderen werde ich abgestempelt ... ganz liebe Grüsse Christina ������

  • #2

    muriel (Samstag, 24 November 2018 13:14)

    hey, zarina ich kann dich voll und ganz verstehen ich kenne das gefühl. immer wenn ich abends schlafen gehen möchte muss immer der fernseher an sein denn dann ist mein zimmer beleuchtet und ich sehe etwas doch wenn ich nachts aufwache und mein fernseher logischerweise aus ist und ich nichts sehe greife ich sofort nach meinem handy doch wenn ich es nicht auf anhieb greifen kann bekomme ich sofort panikattacken fange manchmal an zu weinen werde hektisch und versuche zwanghaft mein handy zu finden um licht zu machen denn wenn ich in die dunkelheit starre habe ich das gefühl es steht eine dunkle gestalt da und beobachtet mich ganz genau. ich bin manchmal dann wie gelähmt und kann nichts mehr machen... ich traue mich nicht mich zu bewegen aus angst mir könnte jemand was antun. ich traue mich nicht mal den lichtschalter zu drücken obwohl er genau neben mir an der wand ist.. meine panikattacken sind immer unterschiedlich lang.. bis sie dann vorbei sind kann ich mich nicht bewegen bzw traue mich es nicht..

  • #3

    Kim (Samstag, 24 November 2018 13:53)

    Hi zarina

    Das was du in deinem Blogbeitrag geschrieben hast kenne ich auch. Vielleicht nicht so in den ausmassen aber ich kann gut verstehen wie sich das anfühlt. Ich habe auch öfter mal Panik Attacken und bin froh das ich meine Familie und Freunde habe die mich so nehmen wie ich bin und für mich da sind.

    Schlimm ist es wenn ich Albträume habe Schweißgebadet aufwache und danach nicht mehr schlafen kann. Abend alleine sein für mich der Horror meist muss lege das laufen das ich mich halbwegs wohl fühle um Einschlafen zu können.

  • #4

    Michael (Sonntag, 25 November 2018 09:38)

    Hallo Zarina,

    ich folge Deinem IG-Account erst 2-3 Wochen, aber ich kann sagen, ich bin sooo froh, Dich gefunden zu haben.
    Zunächst, weil ich dachte, ach guck, das Mädel trägt sein Herz auf der Zunge und noch dazu am rechten Fleck. Das hat mir sehr gefallen und tut es natürlich immer noch.
    Ich mag es einfach, Dir zuzuhören und zuzusehen, wie Du so durch den Alltag gehst.

    Ich selbst habe auch eine ganz persönliche Problematik, die ich aber hier ungern öffentlich ausbreiten würde.
    Habe Dir daher über die Kontaktfunktion eine Mail geschrieben.

    LG
    Micha