Was ist eig eine Bikini-Figur und wieso will die Jeder?!

Ein heikles Thema, welches ich heute anspreche.

 

Die Meinungen trennen sich hierbei enorm und warscheinlich denken sich jetzt viele Mädels, warum macht ausgerechnet DIE einen Beitrag über die Bikini-Figur, die hat ja mal gar nichts zu meckern!?

 

Und auch wenn ich kaum Probleme habe, ist mir das Thema dennoch unheimlich wichtig.

Die Temperaturen steigen in die Höhe, die Sonne ist fast täglich draußen und wir denken automatisch an die Sommerkleider, kurzen Hosen, Shirts und Bikinis in unserem Schrank.

Die Zeit der Seen und der Meere hat geschlagen und die Panik steigt eig in jeder Frau, auf Hochtouren : es wird Zeit für die Bikini-Figur, denn natürlich gibt es im Winter bekanntlich das beste Essen, die meisten Süßigkeiten und die Faulheit regiert an den kalten Wintertagen.

Doch WAS IST eigentlich DIE Bikini-Figur?!

Und warum machen wir uns so einen Druck?

 

Meine beste Freundin hat mal vor ein paar Jahren, einen ganz tollen Satz zu mir gesagt, als wir so am See lang geschlendert sind:

"Es ist mir doch egal, dass ich nicht die perfekten Maße habe. So lange ich mich wohl fühle! Und der richtige wird mich schon so lieben wie ich bin und wenn nicht, ist er nicht der richtige!"

 

Zack! So viel Weisheit in einem einfach so, dahin gesagtem Satz!

 

Ist es nicht viel wichtiger, dass wir uns selbst gefallen?

Leichter gesagt, als getan und auch ich habe meine Probleme damit.

 

Einer der Gründe, warum ich bei Germanys next Topmodel und co. direkt weiter klicke: Meist wird ein Ideal vorgegeben, dass man eigentlich so gut wie gar nicht erreichen kann und dann geht der Frust los.
Warum hab ich zu breite oder zu dünne Oberschenkel, wieso zu kleine oder zu große Brüste, wieso keinen Hintern oder einen zu breiten und und und ...

Uns Frauen fallen TAUSEND Dinge ein, die an uns "fehlerhaft" sind.

 

Doch sind wir wirklich fehlerhaft?

Sind wir nicht eig genau so richtig, wie wir eben sind?

 

Es gibt Frauen wie ich, die Probleme haben zuzunehmen.
Es gibt Frauen, die Probleme haben abzunehmen.

Frauen die aufgrund des Stoffwechsels nunmal so sind, wie sie sind.

Und dennoch perfekt, auf ihre eigene Art und Weise !

Warum versuchen wir alle ein Ideal zu erreichen?

Wir sollten uns eher die Frage stellen:

ist es überhaupt ein Ideal, welches uns von der Gesellschaft als eines verkauft wird?

 

Früher zu Mittelalterzeiten und noch viel weiter zurück, waren nämlich kurvigere Frauen ein Zeichen von Wohlstand. Meistens waren diese Frauen aus reichem Hause.
Heutzutage? Wird meist darüber schlecht gesprochen.

Genauso wie über die Frauen, die extrem dünn sind.

 

Tja doch das ist unsere heutige Gesellschaft, denn es wird nicht darüber nachgedacht ob genau die Menschen, vielleicht genau so sein möchten oder ob eine Krankheit dahinter steckt.

Heutzutage wird der Stempel auf die Stirn gedrückt, die dummen Bemerkungen mehr als laut ausgesprochen und das Frustessen oder Runterhungern beginnt.

 

Ich habe Kumpels, die sagen mir : "ich stehe auf so richtig kurvige Frauen"

und zeigen mir stolz Bilder von Frauen, die ab Größe 44 aufwärts sexy vor der Kamera posieren.

Aber genau das, müssten die Frauen mit "Übergrößen" auch zu hören bekommen, dass es genug Männer auf der Welt gibt, die genau "die Art" von Frau anziehend finden.

Und man eben NICHT zwingend in Kleidergröße 34 passen muss.

 

Ich denke einige die diesen Beitrag lesen werden denken sich, da schreibt die mit Größe 34 einen Text über das sich selbst lieben und ja genau das tue ich !

Denn mein Aussehen, ist Segen und Fluch zugleich !
Ich muss sehr viel essen am Tag um so auszusehen.

Nachteil: Durch meinen Stoffwechsel, nehme ich extrem schnell ab.

Vorteil: Ich muss mir keine Sorgen machen rapide zuzunehmen.

Dennoch ist es auch für mich nicht leicht, denn gerade im Sommer isst man durch die Hitze weniger und das ist für mich undenkbar.

Ich habe Jahre gebraucht um zu den Körper zu kommen, den ich jetzt habe. Durch ? essen, essen und nochmal essen.

 

Und dann werden solche Menschen wie ich dafür noch ausgelacht.

Sei es doch so viel besser, viel essen zu müssen statt, darum zu kämpfen jeden Kilo zu verlieren.
Doch das sehe ich nicht so, auch meine Pferde sind schwerfuttrig.
Ich muss akribisch darauf achten, dass sie täglich genug Futter erhalten und ist das mal nicht der Fall - bauen sie direkt ab.

Da würde ich mir öfter wünschen, dass wir diese Probleme eben nicht haben.

 

Und genauso, geht es den Frauen die dafür kämpfen müssen jeden Kilo runter zu bekommen.
Und was sagt uns das?
Jeder hat sein Päckchen zu tragen und viel wichtiger ist es doch eig, uns alle so zu akzeptieren wie wir sind, egal ob dick oder dünn, groß oder klein.

Wenn man sich selbst so mag wie man ist, bekommt man automatisch eine ganz andere Ausstrahlung.

Und seien wir mal ehrlich, auch wenn wir diesen Satz hassen aber :
Der Charakter zählt!

Du kannst noch so schön sein, wenn letztendlich dein Charakter hässlich ist, möchte dich auch niemand.

 

Ich hoffe ihr habt meinen Beitrag richtig verstanden und nicht falsch interpretiert.

 

Über Kommentare zu diesem Thema und wie ihr den Beitrag findet, würde ich mich echt unglaublich freuen.

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Kommentare: 3
  • #1

    Instagram-Fan (Dienstag, 17 April 2018 12:21)

    Ein ganz toller Beitrag, der ruhig öfter mal angesprochen werden sollte !
    Weiter so. :)

  • #2

    tarusundsteffi (Dienstag, 17 April 2018 16:30)

    Ich finde, dass du das Thema sehr gut getroffen hast. Für mich ist das auch ein Thema. Gerade unter Reiten fühlt man sich mit 38/40 schon nicht mehr schlank, weil die ganzen mit ihrer 34 um die Ecke kommen. Man muss zu mir auch sagen, dass ich 6 Jahre in eine Mädchenklasse gegangen bin, wo man viel Leid ertragen musste, wenn man nicht so war wie alle. Ich distanziere mich daher auch von vielen Klischee Frauen Dingen. Außer eben das Gewicht... das macht mich manchmal schon traurig und es wäre sehr viel schöner, wenn man nicht immer Gr. 34 in den Medien sehen würde. Klar, viele können auch nichts dafür, aber die Modefirmen schon. Ich versuche es zu nehmen wie es ist und einfach mehr Sport zu machen, damit ich mich besser fühle.
    Tolle Worte von dir und sehr toller Beitrag ❤

  • #3

    Dick&Dürr (Mittwoch, 18 April 2018 17:16)

    Ich glaube nicht, dass alle ihre Menge an Fett am Körper nicht beeinflussen können. (Sicher gibt es aufgrund von Krankheiten einzelne Ausnahmen.) Ich habe selbst enge Freunde und Familie ganz unterschiedlichen Gewichts und wenn ich deren echte, tägliche Essensgewohnheiten so sehe, muss niemand ein Wissenschaftler sein, um zu wissen, warum A. sehr dünn ist und B. ein paar Kilo zu viel hat. Die sehr dünnen behaupten gerne sie essen viel und nehmen nicht zu: "Ohne Nutella könnte ich nicht leben! Das esse ich täglich zum Frühstück." Ja, dass ist nicht gelogen, denn tatsächlich besteht das Frühstück jeden morgen aus EINER Scheibe Toast mit Nutella. Klar, der jenige wird dünn sein, vor allem wenn diese Essgewohnheiten den Tag über so weiter geführt werden. Diese Personen schaffen beim Pizza essen meist auch keine ganze Pizza, weil sie ja schon so pappsatt sind. Außerdem essen diese Personen häufig seeehr langsam. Die etwas fülligeren essen nach der Pizza eher "ausnahmsweise" noch ein kleines Eis. Und wie gesagt, ich spreche hier von dem normalen TÄGLICHEN Essverhalten, nicht von einzelnen Abenden an denen man davon abweicht/mit Freunden unterwegs ist/etc. Es kann mir keiner erzählen, dass er täglich 3.000kcal isst und immer noch zu dünn ist. (Falls doch hätten wir eher den Fall einer ernsthaften Krankheit, aber ich spreche hier ja wie gesagt nur über ganz gewöhnliche Menschen.)
    Eines haben Dick und Dürr jedenfalls gemeinsam: eine seltsame Selbstwahrnehmung. Die eine isst nur "ausnahmsweise zum Nachtisch noch ein Eis", die andere isst ja ach so viel und hat sogar eine Pizza gegessen (wenn auch keine ganze, aber das wird natürlich nicht weiter erwähnt, und zur nächsten Mahlzeit auch kaum was gegessen wurde).
    Alleine schon das Essverhalten der Kollegen mittags in der Kantine spricht Bände. Das kann doch nicht ernsthaft sonst kaum einer inkl. der betroffenen bemerken? �
    Auf die Menschen, die sich selbst und andere objektiv beobachten können!